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10.11.2020

Die ersten drei Wochen im you-Haus (18. Oktober – 08. November)

Die dritte Staffel des christlichen Orientierungsjahres Eichstätt (you) hat ihren Start gemeistert. Eindrücke aus dem Leben in der Gemeinschaft gibt es ab sofort in diesem Tagebuch und auf Instagram.

Brombachsee. Foto: Luisa Benz

Blick auf den Brombachsee. Foto: Luisa Benz

Am 18. Oktober 2020 war es endlich soweit: Unsere Zeit im you konnte beginnen.

Als wir in Eichstätt ankamen, waren alle ein wenig nervös, schließlich waren manche von uns noch nie länger von Zuhause und unseren Familien weg gewesen. Wir wurden bei Kaffee und Kuchen im Hof begrüßt, ehe wir uns von Eltern und Geschwistern verabschiedeten. Dann bezogen wir das Haus und richteten unsere Zimmer ein.

Abends besuchten wir noch gemeinsam die Pontifikalvesper in der Schutzengelkirche und gingen hinterher zum Abendessen in ein Gasthaus.

Die erste Woche war gefüllt mit neuen Eindrücken, Erlebnissen und dem Versuch, Sarah und Christoph dazu zu überreden, sämtliche Haustiere anzuschaffen (Hühner, Alpakas, ein Pferd…). Wir teilten die Hausdienste ein und uns wurde eine Dreiviertelstunde lang allein die Funktionsweise der Spülmaschine erklärt. Außerdem waren wir das erste Mal gemeinsam einkaufen, was mit neun Personen ein sehr kompliziertes Unterfangen darstellt. Hauptsächlich wurden Süßigkeiten und Tee in die beiden randvollen Einkaufswagen befördert, mit welchen wir schließlich an der Kasse ankamen und so beinahe einen Nervenzusammenbruch der Kassiererin verursachten.

In einem Workshop über Öffentlichkeitsarbeit mit Jonas Reißmann überlegten wir uns, wie wir unsere Instagram-Seite gestalten wollen (@allaboutyou.eichstaett), auf der wir euch immer auf dem Laufenden halten werden, was bei uns los ist.

Mit unserem Persönlichkeitscoach Tanja Gutmann verbrachten wir drei Tage, in denen wir lernten, als Gruppe zusammenzuwachsen. Unter anderem mit einer Stadtrallye und einem Kochprojekt, bei dem wir gemeinsam ein Drei-Gänge-Menü zubereiteten, welches wir uns hinterher schmecken ließen.

Am Samstag begaben wir uns auf große Fahrt zu einem Möbelhaus. Die Mission: Ein Sofa zu finden, das - anders als das, das wir gerade haben - keine Ähnlichkeit mit dem Behandlungsstuhl in einer Zahnarztpraxis hat. Wir fanden zwar einige, die uns gefallen hätten, jedoch verließen wir das Möbelhaus dann doch ‚nur‘ mit Unmengen an Dekoration für das you-Haus (um die - nicht mehr sehr frische - Esszimmer-Deko endlich entsorgen zu können).

Sonntags wollten wir nach der Messe auf dem Frauenberg und einem ausgiebigen Mittagessen eigentlich in den Kletterwald am Brombachsee fahren. Dort kamen wir auch an, jedoch entschlossen wir uns aus Zeitgründen dann dafür, drei Rikschas zu mieten. Eine entspannte Spazierfahrt war uns jedoch zu langweilig und es artete zu einem Rennen aus, bei dem manche beinahe ihr Hab und Gut im Wald verloren.

Der erste Wüstentag am nächsten Montag war für alle eine ganz neue Erfahrung, zumal manche sehr redselig sind und es schwierig ist, für mehrere Stunden still zu sein. Mit mehr oder weniger Erfolg versuchten wir alle, fünf Stunden lang nicht miteinander zu sprechen und uns auf uns selbst und unseren Glauben zu konzentrieren. Abends hatten wir noch you-Family-Zeit mit Sarah und Christoph, wo wir dann endlich wieder sprechen konnten.

Für den Dienstag stand ein Besuch von Bischof Gregor Maria Hanke an, welcher hier eine Messe feierte und anschließend mit uns frühstückte. Danach begann für uns der Alphakurs mit Sarah, den wir auch noch in den nächsten Wochen fortführen werden.

Die Abende verbringen wir meist damit, uns zusammen Filme und Serien anzusehen, Lobpreis zu machen, Gesellschaftsspiele zu spielen oder uns einfach nur über Gott und die Welt zu unterhalten (oder einfach mal so 150 Gramm Lyoner mit Lebkuchen zu verdrücken).

Vor dem Corona-Teillockdown beschlossen wir, noch etwas gemeinsam zu unternehmen und fuhren am Donnerstag in die Therme nach Treuchtlingen. Dort genossen wir den Tag beim Schwimmen, Rutschen und Entspannen.

Nach dem ersten freien Wochenende an dem wir unsere Familien besuchten, kamen alle wieder wohlbehalten und ohne Zugverspätungen in Eichstätt an. Montags war Wüstentag, bei dem wir erneut von Marille Neufanger in die Zeit der Stille eingeführt wurden. Abends besuchten wir die Messe in der Schutzengelkirche.

Am Dienstag nach dem Alphakurs beschäftigten wir uns wieder mit unserer Öffentlichkeitsarbeit und uns wurde erklärt, auf was wir achten müssen, wenn wir einen Post auf Instagram machen. Donnerstags erarbeiteten wir dann ein Konzept dazu und gingen später zur Holy Hour der Jugend 2000 in der Heilig-Kreuz-Kirche, was wirklich ein sehr schöner Tagesabschluss war.

Freitagvormittag machten wir uns gemeinsam auf in den Hofgarten der Universität und veranstalteten ein Fotoshooting für unsere Vorstellungen auf Instagram. Diese beginnen ab dem kommenden Mittwoch, den 11. November.

Das Wochenende verlief ruhig und wir hatten viel Zeit für uns. Eine ehemalige you-Teilnehmerin kam vorbei und führte uns ins Handlettering ein, woran wir uns sogleich selbst versuchen durften. Wir hatten sehr viel Spaß und machten sogar länger weiter, als eigentlich geplant war. Da sich doch irgendwann der Hunger meldete, bestellten wir uns noch Pizzen.

Vor der Messe am Sonntag sprachen wir gemeinsam beim Bibelteilen über das Evangelium mit den klugen und den törichten Jungfrauen, klärten Fragen und tauschten unser Verständnis verschiedener Aspekte aus. Nach dem Mittagessen waren wir bei den Benediktinerinnen im Kloster Walburg eingeladen, welche uns über das Leben dort erzählten und anschließend noch die Gruft der Heiligen Walburga zeigten.

Autorin: Carolin Wiesinger



you – Christliches Orientierungsjahr Eichstätt
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FSJ in der Berufungspastoral

Über den BDKJ Bayern ist es möglich, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich der Berufungspastoral im Bistum Eichstätt zu absolvieren. Aktuell ist Maria Oberberger als FSJ-lerin hier im Einsatz. Die 21-Jährige unterstützt dabei das youHaus, die Katholische Hochschulgemeinde und das Mentorat in Eichstätt. Marias erste Eindrücke

Leseprobe der Kirchenzeitung

Zeit, um zu reifen und zu wachsen: Ein Besuch im you-Haus, kurz bevor das Orientierungsjahr endet. Beitrag als PDF